Der Hermannslauf 2020 – Himmelfahrtskommando

Ich komme gerade vom Laufen wieder. Oder sagen wir mal… ich war kurz „joggen“. Denn zu mehr reicht es im Moment nicht. Mein Form ist in den letzten drei bis vier Monaten total zerschreddert. Der Grund ist einfach: Berufliche Veränderung und dadurch Stress. Zum Glück ist ein Ende in Sicht. Wahrscheinlich jedoch nicht rechtzeitig. Den schon am 26. April 2020 ist der Hermannslauf.

Himmelfahrtskommando Hermannslauf

Ich habe noch ganze acht Wochen um mich auf den Hermannslauf vorzubereiten. Ich will nicht sagen, dass ich von „null“ starte. Aber es fühlt sich definitiv so an. Eigentlich würde ich einfach nicht starten. Damit hätte ich kein Thema. Doof nur, dass ich meine Sandra (jeder sollte so eine Sandra haben) bestimmt schon über viele Monate belatscher, dass sie einmal im Leben mit mir den Hermann läuft. Nun, dieses Jahr ist sie angemeldet. Das wäre jetzt richtig blöd, wenn ich nicht da wäre. Das entspräche auch nicht der Natur eines echten Westfalen!

So steh ich da nun mit wesentlich mehr Gewicht auf den Rippen, denkbar schlechter Form und bekomme mich selber nicht gecoached. Was soll ich tun?

Ich habe mir mal meine Daten in Runalyze angeschaut. Der Juni, Juli und August 2019 waren sehr starke Monate. September und Oktober liefen noch ok. Ab November ging es beruflich schon zur Sache. Danach wurde es deutlich weniger bis zum Tiefpunkt Dezember/Januar. Die Einheiten wurden immer weniger. Das Essen immer schlechter und mehr.

Die Verschlechterung der Form kann man, rückwirkend betrachtet, sehr schön in Garmin Connect sehen. Darauf komme ich in einen extra Artikel, der sich auf die Berichte in Garmin Connect beziehen wird. Fakt ist: Stress ist Gift! Und man darf unabhängig von Alter und Geschlecht übrigens ruhig zugeben, dass man Stress hat. Wer hat es nicht?

In Würde durchkommen

Für den Hermann kann das Ziel jedenfalls nicht niedrig genug gesteckt sein. Ich will einfach nur in Würde ankommen und nehme es mit Humor. Wie schaffe ich es aber möglichst so zu trainieren, dass ich auch wirklich zumindest „irgendwie“ vorbereitet bin? Eigentlich gilt das Prinzip der Schadensbegrenzung. Bei ausreichend Zeit wäre Gewicht verlieren die oberste Priorität. Ein mir bekannter Trainer sagte einmal, dass man einen Kilo mehr an der Startlinie kurzfristig mit Training nicht kompensieren kann. Damit betonte er den hohen Einfluss von Gewicht auf Tempo. Angesichts dessen ist ein Training auf ein Zeitziel auch nicht besonders sinnvoll. Was bleibt, ist letztendlich die Grundlagenausdauer zu trainieren und beim Essen nicht zu eskalieren. Vielleicht komme ich dann in Würde durch. Na dann…, viel Glück… 🙂

Um nicht vollends zu verrecken, soll mir wieder der Garmin Coach helfen. Jetzt geht dieser bekanntlich ja „nur“ bis zum Halbmarathon. Der Hermannslauf ist aber ein Lauf über 31 KM. Also kann ich entweder den Plan genau so verfolgen und die restlichen 10 KM beten… Oder ich nutze den Coach lediglich als Orientierung und ändere ihn ein bisschen ab. Zum Beispiel indem die Umfänge ein wenig erhöhe und/oder eine Wechsellaufeinheit statt der Templäufe/Intervalle einbaue.

Die Wechsellaufeinheit

Um in Würde zu finishen, muss ich wieder an meine Grundlagenausdauer kommen. Das Tempo selber ist also eher zweitrangig. Da der Hermannslauf nicht nur lang, sondern auch hügelig ist, habe ich es mit wechselnder Belastung zu tun. Die kann ich zum Teil durch ein Wechsellauf „simulieren“. Dabei wechsel ich alle 1 KM zwischen meinem GA1-Tempo und meinem Marathon-Renntempo. Ich beginne den ersten Kilometer mit meinem GA1-Tempo und auch den letzten Kilometer laufe ich langsamer. Das Ganze wiederhole ich sechs Mal. Damit kommt die Einheit auf mindestens 12 Kilometer.

Bis zum Hermannslauf ersetze ich einfach jede Woche eine Tempoeinheit des Garmin Coaches mit dieser hier. Insgesamt möchte ich nicht mehr als vier Einheiten in der Woche laufen. Aber auch nicht weniger. Die langen Läufe versuche ich zunächst überhaupt hinzubekommen. Im nächsten Schritt verlager ich die Läufe, wenn möglich, ins Gelände. Das Ganze ergänze ich mit Kraftsport und vielleicht etwas Mobilitätstraining.

Auch das noch

Noch bevor ich diesen Beitrag zuende schreiben konnte, hat mich eine dicke Erkältung erwischt. Tja, läuft bei mir. Da kann man wirklich nur noch „lachend in die Kreissäge“ rennen. 😉

 

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