Nach 8 Wochen Garmin Coach 21K stelle ich fest, dass es eine sehr gute Alternative zu anderen bekannten Anbietern ist. Mir persönlich gefällt er bisher von allen am besten und ich werde die anderen Garmin Coaches und Distanzen auch noch ausprobieren.

Vorteile des Garmin Coach

Der größte Vorteil ist natürlich, dass der Coach ein Teil von Garmin Connect ist und dementsprechend natürlich eins mit meiner Laufuhr ist. Die Trainings sind erstellt  und müssen nur mit der Uhr synchronisiert werden. Das funktionierte zu jeder Zeit tadellos.

Bei anderen Trainingsplänen wie z.B. RunningCoach, Endomondo etc. müssen die Trainings für die eigene Laufuhr selbst erstellt werden. Je nachdem welches System man nutzt, ist das mehr oder weniger aufwändig, mindestens aber nach einer Weile echt nervig.

Garmin ist natürlich nicht der einzige Anbieter solcher Trainingspläne. Polar bietet mit seinen Laufprogrammen ein ähnliches Angebot sogar bis zum Marathon. Garmin bislang nur bis zum Halbmarathon. Der Nachteil bei Polar ist für mich jedoch der, dass es nur pulsbasierte Laufprogramme gibt.

Was mir auch gut gefällt ist, dass man drei Coaches und damit auch zwischen drei verschiedene Trainingsansätzen wählen kann. Wie sehr die sich unterscheiden, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Nachteile des Garmin Coach

Der Coach macht spaß. Allerdings hält sich bei mir eine gewisse Grundskepsis relativ hartnäckig. Egal wie sehr ich manchmal mit den Trainingseinheiten daneben lag, die Bewertung war fast immer „Ausgezeichnet“. Es ist mir nicht klar, welche Parameter der Einheit zur Bewertung herangezogen werden. Ich gehe davon aus, dass von der Bewertung die nächsten Einheiten abhängen? Ich weiß es nicht…

Events zwischendurch werden nicht berücksichtigt. An Tagen von Laufevents wird trotzdem ein Training geplant. Das kann man natürlich einfach entfernen. Allerdings werden vorangegangene Trainings und eventuelle Regenerationszeiten nicht berücksichtigt. Man muss sich dann doch immer irgendwie selber etwas stricken.

Coach Greg McMillan

Coach Greg ist entspannt und gibt laufend Basics per Video oder Blogbeiträge weiter. Erfahrene Läufer entdecken hier kaum Neuigkeiten. Für Läufer die noch nicht so lange dabei sind, sind sie jedoch wertvoll. Das Training kam mir ziemlich polarisierend vor. Während die lockeren Einheiten ziemlich locker waren, wussten die schnellen Einheiten mich zu ärgern. Die waren nämlich nicht ohne und haben mich bis an meine Grenzen gebracht. Manchmal haben sie mich auch in meine Schranken gewiesen und ich habe sie nicht hinbekommen. Rückblickend würde ich Coach Greg bei einem Plan für einen schnellen 10er einsetzen.

McMillan gibt grundsätzlich keine Distanzen vor, sondern nur Zeiten. Darauf muss man bei der Streckenwahl etwas achten. Im Zweifel eine ausreichend lange Strecke wählen und das CoolDown schön langsam ausklingen lassen.

Optionale Abschnitte. Das gehört eigentlich zu den Vorteilen. Ich weiß aber nicht, ob es die optionalen Abschnitte auch bei den anderen Coaches gibt. Das bedeutet, dass auf die Tagesform dahingehend eingegangen wird, als das es optionale Abschnitte im Training gibt, die man skippen kann wenn man sich nicht fit fühlt. Oder halt durchläuft wenn es gut läuft. Mein Tip: Diese Abschnitte obligatorisch machen und fest mit einplanen. Umfang ist durch nichts zu ersetzen außer durch noch mehr Umfang. Das ist aber nur meine Meinung… 😉

Als nächstes darf mich Coach Amy Parkerson-Mitchell für die nächsten Wochen durch die Gegend hetzen. Im Idealfall bringt sie mich dazu 10 Kilometer mit einer durchschnittlichen Pace von 5:12/km oder schneller durchzulaufen. Diesmal gibt es aber keinen konkreten Lauf als Ziel.

In diesem Sinne, geht mal wieder laufen.

Keine Lust zu lesen? Dann höre doch einfach diesen Blogartikel. 😉

Übrigens zeige ich euch hier, wie man den Garmin Coach einrichtet: