Wenn Du aus Frankfurt kommst, ist Hamburg die Offenbarung
wenn Du aus der Hauptstadt kommst möchtest Du hier gar nicht mehr weg.
(aus: Hamburg, meine Perle)

Ein bisschen stimmt das schon. Wenn ich aus der Hauptstadt komme, möchte ich dort auch nicht mehr weg. Hamburg war zwar für unseren geplanten Städtetripp echt nicht schlecht. Aber mein Herz meckert ganz eindeutig mit einem Berliner Dialekt. Dennoch war Hamburg natürlich eine Reise wert. Und ich hatte zumindest rudimentäre Laufbekleidung mit im Gepäck.

Radisson Blu; Das höchste Hotel in Hamburg prägt die Skyline

Vier Nächte verbrachten wir im Radisson Blu Hotel in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof Dammtor. Einerseits natürlich ziemlich praktisch. Andererseits aber auch laut. Und Bahnhofsgegenden sind meistens nicht besonders angenehm. Dazu kommt noch, dass sich eine Großbaustelle um das Hotel befindet. Tipp: In der Nähe befindet sich das Hotel InterCity Dammtor-Messe. Das ist die bessere Wahl. Günstiger, besser ausgestattet, schönere Aussicht und ruhiger. Die wenigen Meter mehr zum Bahnhof, nimmt man gerne in Kauf. Gebucht haben wir, wie so oft über Booking.com (Empfehlungslink)

Whatever. Das Radisson Blu ist das höchste Hotel in Hamburg. Mit dem Fernsehturm prägt es die Skyline. Von dort aus ist gefühlt alles in Sichtweite. Bis zur Alster sind es vielleicht 15 bis 20 Gehminuten. Auf dem Weg dorthin, kommt man an eine Schanzenbäckerei vorbei. Wenn man gegenüber dem Hotel wirklich bares Geld sparen will, kann man hier zum Frühstück einkehren. Wir haben statt 26€ pro Person lediglich zwischen 9 und 13 Euro (für uns alle drei zusammen!) bezahlt. Übrigens fand ich in Hamburg bemerkenswert, dass ich nie einen schlechten Kaffee bekommen habe. Zufall? Vielleicht. Mir gefällt aber der Gedanke, dass Hamburg einfach ziemlich gut Kaffee kann.

Die Bullerei im Schanzenviertel

Wenn wir schon beim Thema Essen sind, kann ich die Bullerei im Schanzenviertel unbedingt empfehlen. Der Fernsehkoch Tim Mälzer ist daran beteiligt und natürlich erwartet man deswegen qualtitativ hochwertiges und dementsprechend hochpreisiges Essen. Nun ich kann sagen, dass zumindest eines zutrifft. Das Essen ist der Hammer. Von den Preisen war ich am Ende doch positiv überrascht. Lasst mich lügen… wir haben „nur“ knapp 55,00€ gezahlt und unsere Kleine kann essen wie eine Große. Das ist natürlich nichts für jeden Tag, aber das soll es ja auch nicht sein. Das Personal ist super. Vor allem super interessant, denn hier wird nicht nach „Schema F“ etwas abgearbeitet. Man hat es hier mit echten und netten Charakteren zu tun und nicht mit aufgesetzten Verhalten. Und wenn man einfach nur ein bisschen draußen sitzen und ein Bier trinken möchte? Na dann ist man hier ebenfalls bestens aufgehoben. Ich komme auf jeden Fall wieder.

Die Elbphilharmonie

Als echter Touri will man nicht nach Hause fahren, ohne die Elbphilharmonie gesehen zu haben. Noch vor ca. 3 Jahren war es Hamburgs Großbauprojekt. Es gab eine Phase in der man dachte, dass hier ein zweiter BER (Berliner Flughafen) entstehen würde. Die Baukosten sind am Ende um mehr als das 11-fache explodiert. Der Hamburger an sich scheint darüber kaum noch zu reden. Das Thema ist halt durch und die Elbphilharmonie steht. Und wie sie das tut. Denn man kann jetzt vielleicht im nachhinein viel meckern. Das Gebäude jedoch ist höchst beeindruckend. Die Elbphilharmonie prägt dominant und dabei elegant das Bild von HafenCity. Ein tolles Gebäude worauf Hamburg stolz sein darf.

Ein absolutes Muss ist die Besichtigung. Der Eintritt ist frei. Die Konzertsäle kann man allerdings nur bei einer Führung betreten. Oder halt bei einem Konzert. Wenn man weder ein Konzert noch eine Führung genießen möchte, kann man sich zumindest an der Aussicht erfreuen und mit einer ziemlich langen Rolltreppe nach oben fahren.

Rolltreppe in der Elbphilharmonie

Das Miniaturwunderland in der Speicherstadt

Ähnlich wie bei der Elbphilharmonie, darf man Hamburg eigentlich nicht verlassen ohne die Speicherstadt und das Miniaturwunderland gesehen zu haben. Das Miniaturwunderland ist einfach mega beeindruckend. Allerdings zu fast jeder Zeit auch brechend voll. Unbedingt vorher die Tickets online buchen. Im Miniaturwunderland selber, konnten wir uns zwischenzeitlich kaum bewegen. Die Besucher scheinen in Wellen durchzurauschen. Trotzdem lohnt es sich sehr diese enorme Leistung zu bewundern. Sogar unser Hermannsdenkmal hat dort einzug erhalten und lässt sich dort bewundern. Im Souvenir-Shop (der nicht gerade klein ist) hat unsere Tochter dann auch ihr Traumauto gefunden.

Ja, hey. Was ist mit laufen?

Ironman Hamburg Zieleinlauf

Natürlich gab und gibt es noch sehr viel mehr zu sehen in Hamburg. Was das Laufen angeht: Die berühmte Alsterrunde habe ich mit Kapitän David und einem Boot (Alster Cabrio) absolviert. Zum einen gab es die Zeit nicht her und zum anderen hatten wir in dieser Woche bis zu 40° Hitze. Darauf habe ich ganz eindeutig keine Lust. Ich hebe es mir für das nächste Mal auf. Laufen war ich also nicht in Hamburg.

An diesem Wochenende (28.07.2019), fand der Ironman Hamburg statt. Leider sind wir bereits am Freitag abgereist. Vorher hatte ich aber zumindest die Gelegenheit, die Expo kurz zu besuchen. Die war deutlich besser als die meisten Messen bei Laufveranstaltungen. Die Triathleten sind ja so Materialverliebt und das spiegelt sich da auch wieder. Ich könnte mir vorstellen, im nächsten Jahr wieder zur selben Zeit zu fahren. Zum shoppen und für den Ironman Hamburg als Zuschauer. Allerdings freue ich mich auch wieder auf Berlin…

In diesem Sinne,