Hermannslauf 2020 – Die Absage

Was hat der Veranstalter vom Hermannslauf doch verunsichert herumgeeiert, als es um die Frage „Absage JA oder NEIN“ ging. Eigentlich war es allen klar, dass er nicht stattfinden würde. Von einigen Wenigen mal abgesehen, die sich an einem Strohälmchen der geringsten Hoffnung klammerten. Darum geht es jedoch eigentlich nicht. Der Hermannslauf ist abgesagt und das ist auch richtig so. Zwar echt scheisse… aber doch richtig.

Wie im vergangenen Beitrag erwähnt, wäre der Lauf für mich ohnehin ein Himmelfahrtkommando geworden und ich hätte es nur ganz vielleicht geschafft aufrecht durchs Ziel zu schreiten. Teilgenommen hätte ich trotzdem. Aber es hätte mein Läuferego bestimmt nicht gut getan. Bitte stellt euch beim Lesen stets ein zwinkerndes Auge vor.

Aber Mitgefühl ist angebracht

Das sich meine „Schmerzen“ über die Absage doch in Grenzen halten, ist die eine Sache. Eine ganz andere Sache ist, und das tut mir wirklich sehr leid, dass andere Läuferinnen und Läufer sich über Monate auf ihren Jahreshöhepunkt vorbereitet haben, der nun einfach geplatzt ist. Daran habe ich große Anteilnahme, denn ich kann mich sehr gut in die Lage hinein versetzen. Besonders groß ist die Enttäuschung bei den Läuferinnen und Läufer, die mit dem Hermann vielleicht sogar eine eigene Grenze verschieben wollten.

Lasst euch nicht unterkriegen. Das Training bis dahin hat eine enorm gute Basis geschaffen, die ihr jetzt weiter ausbauen könnt. Nutzt vielleicht die Zeit für etwas Regeneration und trainiert gezielt weiter. Denn auch das Corona-Arschloch wird hoffentlich nicht ewig leben und irgendwann bezwungen sein. Die Frühjahrsläufe sind dieses Jahr quasi „gelaufen“. Jetzt ist vielleicht die Gelegenheit die eigenen Grenzen im Herbst zu verschieben.

Aufgehoben. Nicht aufgeschoben.

Der Hermannslauf hingegen ist nicht verschoben. Er ist aufgehoben. Dieses jahr wird er schlicht und ergreifend nicht stattfinden. Damit ist auch das Finale des TrailrunningCups hinüber. Das wundert mich überhaupt nicht, wenn man bedenkt wie krass die Organisation des Hermanns ist. Das alles zu organisieren und zu koordinieren, wäre wahrscheinlich nahezu unmöglich.

Der 49. Hermannslauf wird 2021 stattfinden. Bislang ist noch unklar, wie mit den derzeitigen Anmeldungen umgegangen wird. Dazu das Organisationsteam:

Wir müssen uns zunächst selbst auf die neue Situation einstellen und organisatorische Maßnahmen ergreifen.
Die Teilnehmer werden in den kommenden Tagen über das weitere Vorgehen informiert, deshalb bitten wir die Teilnehmer von Rückfragen abzusehen.
(Quelle)

Da aktuell nicht nur der Hermannslauf, sondern alle Laufveranstaltungen abgesagt oder zumindest verschoben wurden, kann man sich in Ruhe überlegen wie man weiter vorgeht. Ich nutze die Zeit für einen weiteren Garmin Coach Test. Diesmal wird es ein Plan über 10 KM. Damit will ich wieder meine Grundgeschwindigkeit ein bisschen verbessern.

In diesem Sinne, bleib in Bewegung.

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