Madeira IV – Die Rückkehr

Wenn Land und Leute mich einmal fangen, bleibe ich treu!? Zumindest kehre ich nach zwei Jahren zurück nach Madeira. Die selbe Insel, das selbe Hotel, manchmal die selben Menschen. Leider ein anderes ICH und diesmal ist es irgendwie anders.

Seichter Flug und sanfte Landung

Die Landebahn auf Madeira ist spektakulär. Der Anflug sowie die Landung an sich, können schonmal außergewöhnlich sein. Insbesondere wenn es windet. Doch keine Sorge. Die Piloten die den Flughafen von Funchal anfliegen, sind extra geschult und bringen noch die marodeste Klapperkiste sicher und angenehm runter. So auch diesmal wieder. Wir sind dieses Mal mit Condor geflogen. Es war mir alles sehr sympathisch.

Hallo Madeira. Da bin ich wieder. Und wieder empfängst du mich bei warmen Sonnenschein. Mein Stresspegel befindet sich direkt nach der Landung irgendwo im Keller. Quasi ein Instant-Urlaubsfeeling bei angenehmen 20° das mir alle dienstlichen Erinnerungen wegfegt. Das schaffte bisher nur Madeira.

Natürlich bringt mich wieder ein Shuttle ins Orca Praia. Zum Hotel hatte ich bereits in diesem Artikel geschrieben. Hier aber ein paar aktuelle Impressionen

Neuigkeiten im Orca Praia: Es zeigt sich sehr schnell, dass es eine richtig gute Idee war, wieder im Orca Praia zu wohnen. Das letzte Mal war schon klasse. Das dieses Hotel nicht eine x-beliebige Bettenburg ist, erkennt man an der Lage, der Größe und am Personal. Ich habe ein recht frisch renoviertes Zimmer und das Internet wurde deutlich verbessert. Man kann es richtig gut nutzen! Das war letztes Mal nicht so. Super Orca Praia! Aber warum funktioniert der Snackautomat immer noch nicht? Ok… weil er eigentlich nicht nötig ist.

Land und Leute

Ich glaube, ich habe es in einem der anderen Artikel zum Thema Madeira bereits geschrieben. Die Menschen sind voll auf Touris eingestellt. Sie können damit umgehen, dass ihre wunderschöne Insel gelegentlich überrannt wird. Die zurückhaltende Freundlichkeit und völlig tiefenentspannte Art der Einwohner löst in mir Sympathie aus. Ich bin garantiert niemand der Menschen nicht mag aber wer mich kennt, darf jetzt beeindruckt sein. 😉

Wieder war ich jeden Abend im Restaurant Aconchego essen. Auch wenn man nicht gerade im Orca Praia wohnt, sollte man unbedingt in diesem Restaurant mindestens einmal gewesen sein. Anfahrt lohnt sich! Es ist auf allen Ebenen einfach sehr, sehr gut. Ambiente, Personal und Essen sind zu dem Preis einfach unschlagbar. Wenn man dann auch noch von der Bedienung erkannt wird, hinterlässt das schon einen sehr netten Eindruck. Hier ein paar Impressionen:

Das (hoffentlich nicht) neue ICH und die Insel

Als ich vor zwei Jahren auf Madeira war, habe ich diese spektakuläre Wanderung gemacht und war jeden Tag auf der Insel laufen. Für dieses Jahr hatte ich mir eigentlich viel vorgenommen. Ich wollte eine spektakuläre Wanderung ohne Gruppe und mit tollen Fotos machen. Und laufen wollte ich auf Madeiras berühmten Trails. Da meine Lauffähigkeiten seit 2019 sehr degeneriert sind und es sich bis heute nicht gebessert hat, war ich froh, dass ich zumindest für 30 Minuten an der Promenade laufen konnte. Von Trails ganz zu schweigen. Das war allerdings nicht das Schlimmste.

Ich konnte zwar nicht richtig laufen aber wandern geht immer. Also bin ich losmarschiert und wollte auf eigene Faust eine Levada-Wanderung machen. Das habe ich auch getan. Allerdings hatte ich während der Wanderung massive Probleme mit der Höhe. Leider beobachte ich das schon eine ganze Weile an mir. An Passagen die etwas ausgesetzt waren, habe ich regelrechte Angstattacken bekommen. Es ist mir teilweise enorm schwer gefallen überhaupt weiterzugehen. Herzrasen, Schwindelgefühl, plötzliche Trittunsicherheit und das Gefühl zu fallen haben mich begleitet. Die Wanderung stellte sich als purer Stress heraus. Besonders schlimm: Wenn ich mir im Nachhinein die Fotos anschaue, frage ich mich, wovor ich eigentlich Angst hatte. Es war eine völlig irrationale Angst.

Leider ist es nicht das erst Mal, dass mir sowas passiert. Allerdings habe ich diese Angst erst erworben und ich weiß nicht, woher sie kommt. Manchmal reicht inzwischen ein Foto oder eine entsprechende Filmszene um mir ein echt ungutes Gefühl zu verschaffen. Ein Thema welches ich zu bearbeiten habe.

An den kritischen Stellen war ich nicht in der Lage ein Foto zu machen. Die sahen in etwa so aus wie das zweite Bild, nur mit wesentlich weniger Platz nach links. Ich hoffe, dass sich bei meinem Phänomen um einfachen Höhenschwindel handelt und nicht zu einer Akrophobie wird.

Der Westen und der Norden

Da ich vom „wandern wollen“ nun zunächst geheilt war, habe ich mich zumindest wieder an eine Tour angemeldet. Diese führte mich in den Westen und Norden der kleinen Insel. Ob es sich lohnt und was es zu sehen gab, erzähle ich dann im nächsten Teil. Vor Antritt der Tour habe ich dann noch eine „alte Bekannte“ wiedergetroffen. Das kommt im nächsten Teil. 😉

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