Nach einer sehr fragmentierten Nacht öffne ich die Augen und schaue aus dem Fenster. Es regnet. Der Himmel sagt mir, dass es mit sehr viel Hoffnung bestenfalls wechselhaft wird. Wahrscheinlich wird es aber einfach durchregnen. Das war noch vor ein bis zwei Jahren überhaupt kein Thema für mich. Jetzt ist es das schon.

ICH HABE KEIN BOCK

  • Keine Lust im Regen zu stehen
  • Keine Lust durch Regen zu laufen
  • Keine Lust auf Matschpfützen
  • Keine Lust mit dem Auto zu fahren
  • Keine Lust schlecht trainiert irgendwo zu starten

Eigentlich ist der Böckstiegellauf mein Lieblingslauf. Das ist er noch immer. Ich will mir aber nicht mehr alles antun. Das muss ich zum Glück auch nicht. Vielleicht habe ich ja auch ausgerechnet nur heute kein Bock. Vielleicht bin ich nur noch ein „Schön-Wetter-Läufer“. Dann sei es so. Ich muss nur in Bewegung bleiben. Heute jedenfalls, hebe ich lieber ein paar Gewichte auf, statt im Regen zu stehen.

Von vorne anfangen

Es scheint so als würde meine „Laufkarriere“ steil nach unten gehen. Ich bin da allerdings recht optimistisch, dass dem nicht so ist. Vielleicht „normalisiert“ sich auch gerade einfach alles. Vielleicht brauche ich diese ganzen Laufevents überhaupt nicht. Sie scheinen mir im Moment eher lästig als spaßig. Wie soll es aber nun weitergehen?

Ich fange von vorne an. Indem ich mir den Garmin Coach schnappe und von vorne bis hinten durchmache. Ohne Laufziel möchte ich ja auch nicht sein. Das Ziel ist aber kein offizieller Lauf, sondern einfach das Abarbeiten des Plans, bis ich bestimmte Zeitziele erreicht habe. Erst wenn ich das Zeitziel erreicht habe, gehe ich zum nächsten Ziel über. Vielleicht habe ich damit bis zur Rente genug zu tun.

Ziel 1 – 5 KM in 00:24:59
Ziel 2 – 10 KM in 00:49:59
Ziel 3 – 21 KM in 01:49:59

Wenn überhaupt, denke ich danach erst wieder über einen Marathon nach. Wenn ich überhaupt noch einmal einen Marathon laufen sollte, wird es wieder Berlin sein.

Bis dahin bleibe ich einfach nur in Bewegung.