Ich bin einer von den Vielsitzern. Mein Arbeitsweg ist eine 30-minütige Autofahrt und ich sitze anschließend im Büro. Danach fahre ich wieder nach Hause. Aus diesem Sitzmarathon heraus, starte ich dann oft mein Lauftraining. Wenn ich besonders viel gesessen habe, fällt mir das Training noch schwerer. Außerdem habe ich ja auch noch zuhause einen Rechner, den ich gerne bediene. Zum Beispiel um diese Beiträge zu verfassen oder auf YouTube zu surfen.

Sitzen bei der Arbeit

Das mir das viele Sitzen nicht gut bekommt, habe ich verhältnismäßig spät gelernt. Ich saß nicht immer im Büro. Nun muss ich meine Sitzzeit definitiv deutlich verringern. Denn so langsam macht es sich durch meine Körperhaltung bemerkbar. Ich nehme schon den typischen Rundrücken und vorgeneigten Kopf an. Die beste Lösung wäre ein höhenverstellbarer Schreibtisch, damit auch ein Arbeiten im Stehen möglich wäre. Leider ist es so, dass man sowas von der UK erst finanziert bekommt, wenn bereits eine Diagnose (Bandscheibenvorfall etc.) vorliegt. Dennoch gibt es natürlich Möglichkeiten um die Sitzzeit zu reduzieren.

  1. Sitzen mit Timer
    Ich habe mir einen Timer am Handy gestellt, der mich alle 30 Minuten daran erinnert einmal aufzustehen und alle Gelenke zu bewegen. Optimalerweise ein paar Schritte gehen. Leider gibt es immer wieder Arbeitsprozesse die ich nicht unterbrechen kann. So passiert es, dass ich die Zeit überziehen muss und dann doch länger als 30 Minuten sitzen muss.
  2. Drucker nicht am Arbeitsplatz haben
    Häufig ist es so, dass man sich einen Drucker mit mehreren Arbeitsplätzen teilt. Ein Vorteil dabei ist, dass man aufstehen muss um sich das Dokument zu holen. Allerdings wird (zum Glück…) immer weniger gedruckt. Daher fällt die Bewegung nicht
  3. Sitzposition ständig verändern
    Es ist hilfreich, wenn man seine Sitzposition ständig verändert um nicht zu lange in der gleichen Position zu verharren. Regelmäßig, kleine Veränderungen reichen dabei schon aus.
  4. Eine Fußablage nutzen
    Um die Sitzposition und die der Beine regelmäßig zu verändern, hilft auch eine kleine Fußablage. Dadurch werden die Beine bzw. die Gelenke regelmäßig in andere Winkel gesetzt.
  5. Der richtige Stuhl
    Das Wichtigste ist natürlich der richtige Stuhl. Dieser muss mindestens höhenverstellbar sein. Darüber hinaus sollte die Rückenlehne ebenfalls verstellbar sein. Noch besser wäre es, wenn sich die Sitzfläche neigen lassen würde und die Armlehnen höhenverstellbar sind.

Natürlich gibt es noch weitere Tipps für das richtige Sitzen am Arbeitsplatz. Lass mich das für dich googlen. 😉

Sitzen am heimischen Arbeitsplatz

Disclaimer: Im folgenden erzähle ich, wie ich am privaten Arbeitsplatz zuhause arbeite. Ich bin davon überzeugt, dass meine Art und Weise gesünder ist als das ewige, sture Sitzen vor dem PC. Dennoch übernehme ich nicht die Verantwortung, falls ein Schaden entsteht wenn ihr das ebenso macht. Wie immer alles auf eigene Gefahr.

Ich sitze zuhause nicht mehr am Arbeitsplatz. Ich habe mir einen Steharbeitsplatz eingerichtet. Das ist zu Beginn zwar etwas anstrengender und man muss auf einige Dinge achten. Jedoch fühlt es sich bereits nach wenigen Tagen schon deutlich besser an. Das merkt man besonders, wenn man nach einiger Arbeitszeit in das Lauftraining geht. Probiert es mal aus. Nach einem langen sitzenden Arbeitstag, fällt mir jedenfalls das Training nicht so leicht wie nach einer „Steh-Session“.

Nebenbei erhoffe ich einen Einfluss auf mein Tageskalorienumsatz. Okay… zwar minimal aber Kleinvieh macht bekanntlich ja auch Mist. Siehe dazu auch mein Artikel zum Thema NEAT. Fakt ist nämlich, dass man trotz Arbeit ständig in Bewegung ist.

Worauf habe ich geachtet

Fangen wir mit dem offensichtlichsten an. Der Tisch. Ich habe eine Körpergröße von 175cm. Meine Tisch ist ein einfacher Bartisch (siehe Foto). Die Höhe bis zur Oberkante ist 105 cm hoch. Besser wären in meinem Fall eine Höhe von 110cm aber so geht es auch. Dieser Bartisch hat den Vorteil, dass er zum einen sehr stabil ist und zum anderen unten eine Questrebe hat. Darauf kann man bei Bedarf auch mal einen Fuß abstellen. Leider reicht es nicht aus den Computer einfach nur auf einen Tisch zu stellen.

Wenn man den Monitor einfach nur einen höheren Tisch stellt, fällt auf, dass der Blickwinkel unter Umständen ziemlich unnatürlich ist. In meinem Fall lag es daran, dass die Monitore (ich nutze zwei) zu niedrig waren. Um dem Abhilfe zu schaffen, kann man entweder einen Monitorarm verwenden oder eine Erhöhung. Aus optischen Gründen habe ich mich für den Monitorarm entschieden. Das schafft außerdem noch Platz auf dem Schreibtisch.

Ich stehe barfuß am Arbeitsplatz. Auf Dauer wird der Boden ziemlich hart. Daher habe ich einfach ein Quadrat aus meine Schutzmatten, die ich sowieso im Raum habe, drunter gelegt. Darauf stehe ich nun und habe damit eine angenehme, nicht zu weiche Polsterung. Trotzdem ist mir nicht möglich bewegungslos zu verharren. Und das ist auch gut so. 😉

Um für die Gelenke und Füße etwas mehr Abwechslung zu bekommen, liegt einfach meine Blackroll (nicht im Bild) mit unterm Tisch. Darauf kann ich immer wieder mal ein Fuß abstellen und nebenbei vielleicht auch ein bisschen rollen.

Zu guter Letzt habe ich von einem kabelgebundenen Desktop auf eine schnurlose Variante umgestellt. Jetzt kann ich die Tastur und Maus maximal flexibel positionieren ohne auf ein lästiges Kabel Rücksicht nehmen zu müssen. So sieht mein Arbeitsplatz jetzt aus:

Ich bin gespannt, welche Auswirkungen das Arbeiten im Stehen haben wird. Zum schnellen googlen und surfen ist es jedenfalls super geeignet.

In diesem Sinne, stell dich hin! 😉

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