Ich weiß nicht warum es so war. Als ich angefangen bin zu laufen, hatte ich echt Probleme damit wie eine Dampflok durch die Gegend zu stampfen. Jedes Mal wenn mir jemand entgegen kam, habe ich so getan, als wenn ich locker durch die Nase atmen würde. Ich dachte das wäre normal. Aber eines habe ich schnell gelernt. Wenn man läuft und dabei locker durch die Nase atmen kann… läuft man nicht.

Das Geheimnis lockeren Laufens: Atmen!

Schon Gimli, der Zwerg aus Herr der Ringe, hat den Trick herausgefunden wie man dauerhaft locker läuft. Einfach weiter Atmen.
Kann man aber nun beim Atmen etwas falsch machen? Ja, man kann! Nämlich zwanghaftes unterdrücken der Atmung weil man glaubt wie eine fette Dampflok zu wirken. Um eines mal klarzustellen: Sehr deutlich wahrnehmbare Atmung ist völlig normal. Das Problem befindet sich in dem Fall zwischen unsere Ohren.

Zugegeben, der Vergleich hinkt ein wenig. Aber schaut euch mal im folgenden Video die letzten Meter von Zach Miller beim THE NORTH FACE ENDURANCE CHALLENGE an. Den juckt es zum Glück auch kein Stück wie er sich anhört. 🙂

Der richtige Atemrhythmus

In der Literatur finden sich unterschiedliche Aussagen zum Thema Atmung. Zum Beispiel habe ich mal gelesen, dass bei langsamen Läufen eine 3:3 Atmung dafür sorgt, in der richtigen Intesität zu bleiben. Das bedeutet drei Schritte lang einatmen und drei Schritte lang ausatmen. Entsprechend dazu gäbe es dann die 2:2 (Tempoläufe) und die 1:1-Atmung (z.B. beim Endspurt/Maximale Intensität). In vielen Fällen misst man der Atmung aber auch einfach keinerlei Bedeutung zu. Beziehungsweise wird davon ausgegangen, dass der Körper es automatisch regelt.

Der 0-8-15 Atemrhythmus

So mach ich es: Wie Gimli, einfach weiteratmen. Ich will mich doch beim Laufen nicht damit beschäftigen, wie ich atmen soll. Ich glaube schon daran, dass mein Körper das von alleine regeln kann. Darüber hinaus achte ich nur darauf, dass ich nicht zwanghaft versuche leise ein- oder auszuatmen. Was mein Körper an Sauerstoff braucht, soll er auch haben. Egal ob ich dabei zische, dampfe und pfeife. Hauptsache Sauerstoff.

Übrigens ist mir noch nie aufgefallen, dass sich jemand darüber gewundert hätte. In diesem Sinne: Tief durchatmen!